Zweiter Blick: Schriftarten
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Schriftarten

Bedeutung von Schriftarten

Die Wahl der Schriftart kann eine deutliche Auswirkung auf die Lesbarkeit von Texten haben. Verschnörkelte Schriften oder Schriftarten, die der Handschrift angelehnt sind, werden oft schwieriger gelesen und sollten daher vermieden werden.

Mit oder ohne Serifen?

Serifen sind Querlinien zum eigentlichen Zeichen. Serifenschriften weisen auch keine einheitliche Breite über ein gesamtes Zeichen auf. Sehen Sie sich den folgenden Vergleich genau an:

Anmerkung: Schriftarten verfügen auch über unterschiedliche Basisgrößen. In diesem Beispiel wurde die serifenlose Schriftart weniger vergrößert, um für beide Schriftbeispiele eine annähernd gleiche Größe zu erzielen.

Schriftarten mit Serifen gelten für Drucksorten vielfach als leichter lesbar. In der Sehbehindertenszene hingegen waren sie lange Zeit verpönt. Neuere Studien deuten darauf hin, dass die beiden weder auf die Wahrnehmbarkeit, noch auf das Lesetempo und auch nicht auf das Textverständnis signifikante Unterschiede aufweisen.

Ich vermute, dass Gewohnheiten einen maßgeblichen Einfluss auf subjektive Vorzüge nehmen. Wer viel Zeitung liest, ist an Schriftarten mit Serifen gewöhnt. Im Internet hingegen hat sich eher eine serifenlose Schrift durchgesetzt, was für die Auswahl der Schriftart berücksichtigt werden muss. Wer hingegen viel mit Programmcodes zu tun hat, bevorzugt eventuell Schriftarten ohne Proportionalschrift, also horizontal den gleichen Platzt für ein i und ein m. Ich verwende auf Zweiter Blick daher für Codeelemente monospace.

Standardschriftarten mit Alleinstellungsmerkmalen

Alleinstellungsmerkmale sind für die Lesbarkeit nicht hilfreich.

Die Lesbarkeit einer Schriftart hängt eng mit Lesegewohnheiten zusammen. Eine Schriftart als Unterscheidungsmerkmal eines Webauftritts zu verwenden, sollte daher eher vermieden werden.

Was nicht explizit mit CSS-Anweisungen anders festgelegt ist, erscheint in der Standarddarstellung des verwendeten Browsers. Daraus haben sich Lesegewohnheiten in Bezug auf Schriftarten entwickelt.

Abweichungen vom Standardverhalten des Browsers können begründet eingesetzt werden. Auf Zweiter Blick bevorzuge ich Verdana als serifenlose Schrift, weil sich etwa ein I im Gegensatz zu Arial sich deutlicher von einem l unterscheidet.

* {
  font-family: Verdana, Arial, sans-serif;
}

Einsatz verschiedener Schriftarten

Ein Mix von Schriftarten innerhalb eines Webauftritts ist oft zu finden und durchaus zulässig. Überschriften mit Serifen, normaler Text ohne Serifen und Codeelemente ohne Proportionalschrift. Im Sinne einer visuellen Differenzierung von Seitenbereichen kann ein solcher Mix sogar hilfreich sein.