Zweiter Blick: Assistierende Technologien
Informationen
Symbolgrafik Barrierefreiheits-Person stützt sich auf AT.

Assistierende Technologien (AT)

Einst wurden sie schlicht als Hilfsmittel oder Hilfsmittelsoftware bezeichnet. Nützliche Utensilien und Software, die Menschen mit Behinderung einen Zugang zu Computer und Internet eröffnen oder erleichtern. Heute werden diese als Assistierende Technologien bezeichnet. Im Gegensatz zu persönlicher Assistenz durch Personen sollen sie einen selbständigen Zugang erlauben.

Erforderliche Funktionalitäten sind teilweise standardmäßig in handelsüblichen Betriebssystemen und Anwendungsprogrammen für alle Anwender_innen vorgesehen. Im engeren Sinn handelt es sich um Technologien, die explizit für Menschen mit Behinderungen entwickelt werden.

WAI Definition (Kontext Erfolgskriterium 1.1.1)

W3C Logo

Die Web Accessibility Initiative (WAI) definiert Assistierende Technologien im Hinblick auf Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Gleichzeitig berücksichtigt deren Definition Komponenten, die bereits in handelsüblichen Programmen (Main Stream) enthalten sind.

Strukturierende Übersetzung durch Zweiter Blick

Anmerkungen zur Übersetzung

Zur Verbesserung von Verständlichkeit und Struktur habe ich folgende Maßnahmen vorgesehen:

Hardware und/oder Software,

  1. die zur Nutzung von Webinhalten dient (User Agent),
  2. oder in einem üblichen Browser vorgesehen ist,
  3. um Funktionalitäten bereitzustellen, die aus Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen erwachsen,
  4. welche über die Funktionalitäten von üblichen Browsern hinausgeht.

Anmerkungen

  1. Funktionalitäten, die von assistierenden Technologien bereitgestellt werden, sind etwa eine alternative Darstellung (z.B. über Sprachausgabe oder Vergrößerung ) alternative Eingabemethoden (z.B. ) Spracheingabe, ergänzende Navigation oder Orientierungsmechanismen und eine Transformation von Inhalten (z.B. zur Verbesserung der Barrierefreiheit von Tabellen).
  2. Assistierende Technologien vermitteln Daten und Benachrichtigungen vielfach über gewöhnliche Browser durch Zugriff und Reaktion auf APIs.
  3. Die Unterscheidung von üblichen Browsern und assistierenden Technologien ist nicht absolut. Vielfach sehen übliche Browser einzelne Features vor, die Menschen mit Behinderungen assistieren. Der grundlegende Unterschied besteht darin, dass übliche Browser auf ein breites und vielfältiges Publikum abzielen, das gewöhnlich Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen umfasst. Assistierende Technologien zielen enger auf Bevölkerungsgruppen mit Beeinträchtigungen ab. Die Assistenz, die durch assistierende Technologien bereitgestellt wird, ist auf Bedürfnisse der Zielgruppen in einem größeren Ausmaß zugeschnitten. Übliche Browser können wichtige Funktionalitäten für assistierende Technologien bereitstellen, wie das Abrufen von Webinhalten aus Programmobjekten oder das Aufgliedern von Markup zu auswertbaren Paketen.

Software assistiert immer

Das Prinzip jeglicher Nutzungsoberfläche ist Assistenz.

Im weiteren Sinn ist jede Technologie eine Assistierende Technologie, weil sie die Wahrnehmung und Bedienung digitaler Inhalte erleichtert. Jedes Display, jede Maus, jedes Icon oder Interface sollte dazu dienen, Bits und Bytes einfacher handhaben zu können.

Geschichte der Bedienungsangebote

Seit frühen Anfängen der Computertechnologie wird an Konzepten der Nutzungsfreundlichkeit gearbeitet:

  1. Lochkarten sind absolut nicht intuitiv.
  2. Textuelle Darstellungen und Anweisungen über Kommandozeilen basieren bereits auf einer menschlichen Sprache.
  3. Die Maus als zweidimensionales Bedienungskonzept erleichtert im Verbund mit Icons die intuitive Bedienung. Kritisch wird über eine Infantilisierung geätzt.
  4. Shortcuts und Kurztasten erlauben einen raschen Zugriff auf Befehle. Die nutzungsfreundliche Tastaturbedienbarkeit wird dadurch begründet.
  5. Kommandozeilen für textliche Eingaben erleben in Betriebssystemen eine Renaissance. Eine differenzierte Suche nach Information und Funktionalität ist ein Vorteil für und von der Tastaturbedienung.
  6. Mobile Geräte machen die Spracheingabe als Steuerungsinstrument zu einem allgemeinen Anliegen.

Assistenz durch allgemeine Anwendungsprogramme

Die Definition der WAI weist bereits auf ein Spannungsfeld hin: Einschlägige Funktionalitäten sind einerseits in handelsüblicher Software teilweise schon bereitgestellt, gehen aber darüber hinaus.

Assistierende Technologien im engeren Sinn

Im Webdesign wird der Ausdruck „Assistierende Technologien“ hauptsächlich für Technologien verwendet, die besonders Menschen mit Beeinträchtigungen zugutekommen. Dies spiegelt sich auch in der obigen Definition der WAI wider.

Dabei lassen sich folgende drei Gruppen von Technologien unterscheiden, vor allem aber ergänzend einsetzen:

Assistierende Hardware

Assistierende Software

Alternative Bedienungskonzepte